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FEHLERTEUFEL

 

Interventionen, die bei Krebspatienten die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit fördern

Laienverständliche Zusammenfassung (Plain Language Summary, PLS)

Fragestellung
Welches ist im Vergleich zur Standardbehandlung der beste Weg, um Krebspatienten bei der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit zu helfen?

Hintergrund
Jedes Jahr überleben mehr und mehr Menschen, die an Krebs erkrankt sind, die Behandlung. Viele Krebs-Überlebende leben gut, obwohl sie langanhaltende Probleme, wie z. B. Fatigue, Schmerzen oder Depressionen haben können. Diese Langzeiteffekte können bei Krebs-Überlebenden zu Teilhabeproblemen im Arbeitsleben führen. Folglich ist Krebs ein wesentlicher Grund für Fehlzeiten bei der Arbeit, Arbeitslosigkeit und Frühberentungen. Die Krebspatienten, ihre Familien und die Gesellschaft insgesamt - alle tragen Teile dieser Belastung. In diesem Cochrane Review bewerten die Autoren, wie gut Krebspatienten bei der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit geholfen werden kann.

Studienmerkmale
Die Suche erfolgte am 25. März 2014. Fünfzehn randomisierte kontrollierte Studien, die 1835 Krebspatienten einschlossen, entsprachen den Einschlusskriterien. Die Autoren fanden vier Interventionsformen. Bei der ersten, den psycho-edukativen Interventionen, lernten die Teilnehmer etwas über körperliche Begleiterscheinungen, Stress und Bewältigungsstrategien und nahmen an Gruppendiskussionen teil. Bei der zweiten Form, den körperlichen Interventionen, beteiligten sich die Teilnehmer an Trainings wie Walking. Bei der dritten Interventionsform erhielten die Teilnehmer medizinische Interventionen, von Krebsmedikamenten bis zu Operationen. Die vierte Form bezog sich auf multidisziplinäre Interventionen, bei denen Berufsberatung, Patientenedukation, Patientenberatung, Biofeedback-gestützte Verhaltenstrainings und/oder körperliches Training kombiniert wurden. Wir konnten keine Studien zu beruflichen Interventionen finden, die auf arbeitsbezogene Themen abzielten.

Hauptergebnisse
Die Ergebnisse legen nahe, dass multidisziplinäre Interventionen, die körperliche, psycho-edukative und/oder berufsbezogene Komponenten enthielten, dazu führten, dass mehr Krebspatienten ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnahmen als wenn sie nur die Standardbehandlung erhalten hatten. Die Lebensqualität war vergleichbar. Wenn Studien psycho-edukative, körperliche und medizinische Interventionen mit einer Standardbehandlung verglichen, fanden sie heraus, dass in allen Gruppen ein ähnlicher Anteil an Menschen die Erwerbstätigkeit wieder aufnahm.

Qualität der Evidenz
Die Autoren fanden Evidenz von niedriger Qualität für ähnliche Wiederaufnahme-Raten beim Vergleich von psycho-edukativen Interventionen mit der Standardbehandlung. Wir fanden ebenfalls Evidenz von niedriger Qualität, dass körperliches Training in Bezug auf die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nicht wirksamer war als eine Standardbehandlung. Wir fanden auch Evidenz von niedriger Qualität dafür, dass weniger radikale Krebsbehandlungen und radikalere Behandlungen zu ähnlichen Wiederaufnahme-Raten führten. Evidenz von moderater Qualität zeigte, dass multidisziplinäre Interventionen, die körperliche, psycho-edukative und/oder berufsbezogene Komponenten enthielten, zu höheren Wiederaufnahme-Raten als die Standardbehandlung führten.
Übersetzung:

 

Übersetzung: C. Meiling, R. Oltman, freigegeben durch Cochrane Deutschland

Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Cochrane Zentrums. Zum Einstellen in die EBP-Datenbank musste der DVE kleinere redaktionelle Änderungen vornehmen.
Quelle http://www.cochrane.org/de/CD007569/interventionen-die-bei-krebspatienten-die-wiederaufnahme-der-erwerbstatigkeit-fordern (04.02.2018)

 

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