• Fehlerteufel

    Sie haben einen Fehler auf dieser Seite gefunden? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht mit der Angabe, wo sich der Fehler versteckt hat. Der aktuelle Link dieser Seite wird automatisch mit übertragen.
    Ungültige Eingabe
    Ungültige Eingabe
    Bitte geben Sie Ihre Nachricht ein!
    Ungültige Eingabe
    Bitte beantworten Sie die Sicherheitsfrage

FEHLERTEUFEL

 

Wer kann Ergotherapie verordnen?
Wo kann ich nachlesen, was auf einer Verordnung stehen muss?
Welche Angaben sind besonders wichtig?
Was ist noch wichtig?
Warum müssen Verordnungen korrigiert werden?
Wie sieht es mit meinem Heilmittel-Budget aus?


Wer kann Ergotherapie verordnen?

Ergotherapeutische Leistungen können jede Vertragsärztin und jeder Vertragsarzt sowie Vertragspsychotherapeut:innen verordnen. Wenn Sie die Maßnahmen aufgrund Ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse überwachen, leiten und beenden können, dann können Sie auch Ergotherapie verordnen. Diagnostische Maßnahmen nach § 6a (Ärztliche Diagnostik) der Heilmittel-Richtlinie können in eigener Durchführung erbracht oder durch Fremdbefunde (auch von Ergotherapeut:innen) belegt werden. Es gibt keine Einschränkung, dass bei bestimmten Diagnosegruppen nur bestimmte Facharztgruppen verordnen dürfen. Beachten Sie aber bitte, dass bei Verordnungen mit den Diagnosegruppen PS 1 bis 4 eine (kinder- und jugend-)psychiatrische oder neuropädiatrische Eingangsdiagnostik gefordert wird.


Wo kann man nachlesen, was auf einer Verordnung stehen muss?

In der Heilmittel-Richtlinie (§13) ist genau festgelegt, welche Angaben eine vertragsärztliche Verordnung über Ergotherapie enthalten muss. Für alle diese Angaben finden sich auf dem Verordnungsblatt Muster 13 entsprechende Felder. Eine Übersicht finden Sie in unserer Broschüre „Rund um die Ergotherapie-Verordnung“, die Sie gerne kostenlos beim DVE anfordern können.


Welche Angaben sind besonders wichtig?

Neben den Daten, die für die Verwaltung/Abrechnung gebraucht werden (im oberen linken Feld als Patienten-Daten zu finden), sind einige Informationen für die Therapie unbedingt erforderlich und somit als Pflichtangaben auf der Verordnung notwendig:

  • Diagnosegruppe und Diagnose/n (ICD10-Ziffer/n und Nennung der Diagnose/n im „Klartext“)
  • Leitsymptomatik und ggf. Spezifizierung des Therapieziels
  • genaue Bezeichnung des Heilmittels (im Wortlaut)
  • Anzahl und Frequenz der Leistung/en

pdf Beispiel ansehen (96 KB)


Was ist noch wichtig?

Der Therapiebeginn ist spätestens 28 Tage nach Ausstellung der Verordnung. Wenn ein früherer Start angeraten ist, dann kreuzen Sie das Feld „dringlicher Behandlungsbedarf“ an, dann beginnt die Therapie innerhalb von 14 Tagen.
Für eine erfolgreiche Therapie ist es entscheidend, dass die Therapeutin ein möglichst vollständiges Bild von der Patientin hat – geben Sie auf der Verordnung daher relevante Begleitdiagnosen, Medikation oder andere wichtige Informationen an.

 

Warum müssen Verordnungen korrigiert werden?

Die Heilmittel-Richtlinie 2021 hat mit ihrer Anlage 3 nun Regelungen getroffen, welche Angabe durch die Ärzt:innen und welche durch die Ergotherapie-Praxen geändert werden darf. Der bundesweite Rahmenvertrag Ergotherapie kann weitere Korrekturmöglichkeiten vorsehen.

Eine Änderung oder Ergänzung einer Verordnung ist möglich, bis sie von der therapeutischen Praxis zur Abrechnung eingereicht wird, in Einzelfällen auch danach.

Bedenken Sie, dass eine falsche Verordnung von der Krankenkasse nicht zur Abrechnung angenommen wird, die Praxis dann „umsonst“ gearbeitet hat. Auch Ihnen als Ärztin oder als Arzt hilft es, wenn die Verordnung korrekt ist, sollten Sie eine Wirtschaftlichkeitsprüfung haben.

Daher: Wenn eine ergotherapeutische Praxis mit der Bitte um Korrektur der Verordnung zu Ihnen kommt, ärgern Sie sich nicht und ändern Sie diese – soweit Sie darin noch Ihre Verantwortung für die Therapieentscheidung sehen. Eine Änderung der Formalien schützt Sie vor einem Regress und den Heilmittelerbringer vor der Verweigerung der Vergütung!

 

Wie sieht es mit meinem Heilmittel-Budget aus?

Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Richtgrößen sind in Verträgen der Kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen geregelt. Um Patient:innen mit den medizinisch notwendigen Heilmitteln versorgen zu können, ist die Kenntnis der Richtgrößen, der Besonderen Verordnungsbedarfe und des Langfristigen Heilmittelbedarfs wichtig. Die jeweils für Sie geltenden Richtgrößen finden Sie auf der Homepage Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.

Informationen der KBV dazu: https://www.kbv.de/html/2949.php

Die Verordnung von Ergotherapie ist für viele Patientengruppen erleichtert, da es seit 2013 bundeseinheitliche Listen mit den Diagnosen zum Besonderen Verordnungsbedarf und Langfristigem Heilmittelbedarf gibt.

Weitere Erläuterungen sowie die beiden Diagnoselisten finden Sie in unserer Broschüre „Rund um die Ergotherapie-Verordnung“, die Sie gerne kostenlos beim DVE anfordern können.

Teilen