Liebe Besucher,
Wir tun rund um die Uhr alles, um Sie so schnell und so gut wie möglich in dieser außergewöhnlichen Situation zu unterstützen. Seien Sie sicher: Der DVE informiert Sie auf seiner Homepage, wenn es Neuigkeiten gibt – dabei geht uns Verlässlichkeit vor Schnelligkeit, denn in dieser Zeit gibt es Unsicherheiten genug!

Die DVE-Geschäftsstelle ist geöffnet und für Sie da!
Bis auf Weiteres sind wir jedoch nur per E-Mail unter oder per Fax 07248 918171 zu erreichen.

Nur so können wir sicherstellen, dass Ihre Anfragen zeitnah beantwortet werden, wir genug Zeit für die erforderliche Recherche haben und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschützt werden.

Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis, dass bei mehreren hundert Anfragen am Tag nicht jede sofort beantwortet werden kann.

Informationen rund um den Coronavirus finden Sie unter https://dve.info/infothek/corona 

  • Fehlerteufel

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FEHLERTEUFEL

 

Stand „heute“, 19.03.2020  ist, dass die Einrichtungen des Gesundheitswesens, damit auch die therapeutischen Praxen, geöffnet bleiben. Dem DVE ist derzeit nicht bekannt, dass eine Behörde auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene eine allgemeine Schließung von therapeutischen Praxen angeordnet hat.

Das kann sich natürlich täglich ändern. Da die Ergotherapie als Versorgungsleistung nach SGB V zu den medizinisch notwendigen Maßnahmen gehört, ist ein generelles Verbot nur dann möglich, wenn es keine „milderen“ Mittel gibt, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

Das Thema hat viele Aspekte. Zuerst der wichtigste:

  • Die Ergotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Sie gehört zum Pflichtenkatalog der gesetzlichen Krankenkassen – die Therapie hilft Millionen Menschen im Alltag und bei der Teilhabe. Eine Forderung nach Schließung aller Ergo-Praxen impliziert, dass die Ergotherapie verzichtbar ist. Dieses Signal wäre fatal.
  • Eine Schließung der Praxen aufgrund mangelnder hygienischer Maßnahmen ist nicht gerechtfertigt. Derzeit stellt sich das Problem aber trotzdem. Nicht, weil sich Ergos nicht mit Hygiene auskennen, sondern weil es kein Material gibt. Unsere Forderung lautet daher nicht „Schließung“ , sondern „Schutzmaterial bereitstellen“.
  • Solange nicht absolut sichergestellt ist, dass Praxisinhaberinnen, Praxisinhaber und sonstige Selbstständige durch einen Rettungsschirm abgesichert sind, würde der DVE mit einem Aufruf zur Praxis-Schließung zum heutigen Zeitpunkt seine Mitglieder in eine finanziell nicht geklärte Zukunft laufen lassen. Das ist definitiv nicht in unserem Interesse.

Der DVE ist für Sie aktiv und in Kontakt zu Gesundheitsbehörden, den Krankenkassen u.a., auch wenn wir nicht über die Gespräche berichten. Diese Arbeit ist für uns eine Selbstverständlichkeit und bedarf keiner Meldungen.

Der DVE stellt allen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Infomaterial und Beratung zur Verfügung. Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl seriöser Quellen, die bei der eigenen Entscheidung helfen, ob man die Praxis dicht machen sollte. Selbstverständlich weiß auch der DVE, dass es viele äußere Faktoren gibt, die keinen Entscheidungsspielraum zulassen, allen voran behördliche Anordnungen. Aber auch geschlossene Einrichtungen, ängstliche Patienten und panische Mitarbeiter lassen oft nur einen zwingenden Schluss zu. Im Einzelfall kann eine Schließung für einen definierten Zeitrahmen via Betriebsferien sinnvoll sein – das ist aber individuell abhängig von der Größe der Praxis, der Anzahl der Mitarbeiter, der Art des Klientel und Höhe der vorhandenen liquiden Mittel.

Handeln Sie verantwortungsbewusst und sicherheitsorientiert, stellen Sie sich aber auch Ihrer eigenen Professionalität. Das tun die Ergotherapeutinnen im klinischen Bereich täglich, das ganze Jahr über (Stichworte Noro-Virus, Chlostridien etc.) Sie haben als Gesundheitsfachberufe die Kenntnisse, Sie können das – ein Ruf nach Schließung aller Praxen ist derzeit der falsche Weg.