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FEHLERTEUFEL

 
Wie immer bei einem Jahreswechsel müssen Sie daran denken, sich die neuen Befreiungsausweise vorlegen zu lassen, denn Befreiungsausweise sind nur ein Jahr lang gültig. Verordnungen, die 2017 ausgestellt wurden und deren Leistungen ins Jahr 2018 reichen, bedürfen einer besonders genauen Aufmerksamkeit. Hier ist es wichtig, sich vor der Abrechnung davon zu versichern, dass die Patientin auch weiterhin befreit ist. Denn ansonsten werden die Krankenkassen die Leistungen aus dieser Verordnung automatisch als zuzahlungspflichtig abrechnen. Relevant für die Zuzahlung ist das Leistungsdatum - daher kann es erforderlich sein, jahresübergreifende Verordnungen zu splitten.

Tipp: Berechnen Sie die Zuzahlung, solange Ihnen noch kein neuer Befreiungsausweis für 2018 vorliegt. Sollten Patienten dann auch in 2018 befreit sein, können sie eine Rückerstattung von ihrer Krankenkasse fordern.

Unser zusätzlicher Tipp: Kopieren Sie den Befreiungsausweis und bewahren Sie diese Kopie in der Patientenkartei auf.

Und was ist mit der Berechnung der Zuzahlung?

Maßgebend für die Zuzahlung in Höhe von 10 Euro je Verordnung ist der Zuzahlungsstatus, der bei der erstmaligen Inanspruchnahme einer Leistung vom aktuellen Rezept besteht. Ist die Versicherte an diesem Tag zuzahlungsfrei, weil sie das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder von der Zuzahlung durch Erreichen der Belastungsgrenze (nach § 62 SGB V) befreit ist, bleibt es bezüglich der Verordnungsgebühr von 10 Euro bei der Zuzahlungsfreiheit.

Ist die Versicherte zu Beginn der Behandlungsserie zur Zuzahlung verpflichtet, so besteht die Verpflichtung zur Zuzahlung der Verordnungsgebühr von 10 Euro auch dann fort, wenn während der Behandlungsserie die Belastungsgrenze überschritten wird und insoweit eine Zuzahlungsbefreiung ab einem bestimmten Termin ausgesprochen wird.

Der Zuzahlungsstatus am Tag der Inanspruchnahme der Behandlungseinheit ist maßgeblich für die Zuzahlung von 10% zur jeder Behandlung. Vollendet somit eine Versicherte während einer laufenden Behandlungsserie das 18. Lebensjahr, so hat er für die Behandlungseinheiten nach Vollendung des 18. Lebensjahres eine Zuzahlung in Höhe von 10 % der Behandlungskosten zu tragen.

Bei Zuzahlungsbefreiung durch Erreichen der Belastungsgrenze nach § 62 SGB V während einer laufenden Behandlungsserie ist für die Behandlungen, die nach der Ausstellung der Befreiung liegen, keine Zuzahlungspflicht von 10% gegeben.

Weitere Infos zur Zuzahlung hält das Merkblatt " Zuzahlung der Patienten 03 AV " bereit.