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FEHLERTEUFEL

 

Ende Dezember 2017 wurden im Bundesanzeiger die „Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärterinnen und –anwärtern“ bekannt gemacht. Die Leitlinien treten in Verbindung mit § 2 des Heilpraktikergesetzes zum 22.März 2018 in Kraft. Im Pflegestärkungsgesetz (PSG III) war 2016 das Bundesministerium für Gesundheit mit der Leitlinienerstellung beauftragt worden, nachdem in Verbindung mit heilpraktischer Behandlung mehrere Menschen zu Tode gekommen waren.

Der DVE hat im Verlauf des Jahres 2017 über den Spitzenverband der Heilmittelerbringer (SHV) im Stellungnahmeverfahren ausführliche Änderungswünsche und Ergänzungen zu dem Ministeriums-Entwurf eingebracht. Ziel des DVE war es, Ergotherapeuten zu ermöglichen, auf bundeseinheitlich geregeltem Wege die Zulassung zur Prüfung „sektoraler HP Ergotherapie“ in allen Bundesländern erreichen zu können.

Die Auflistung der geeigneten Berufe ist vom Ministerium am Ende nicht umgesetzt worden. Im Leitlinientext werden lediglich „einschlägig bundesgesetzlich geregelte Heilberufe“ genannt. Dadurch wird es leider weiterhin auf Landes- und Kreisebene im jeweiligen Bundesland notwendig sein, dass die einzelne Ergotherapeutin im Zweifelsfall über den Klageweg die Zulassung für die Prüfung zum sektoralen Heilpraktiker Ergotherapie erstreitet. Die Ausbildung zum „großen“ oder „kleinen“ Heilpraktiker steht Ergotherapeuten selbstverständlich nach wie vor offen.

Der DVE rät deshalb seinen Mitgliedern, Werbung von HP-Fortbildungsinstituten betreff „problemloser Anerkennung bei allen Gesundheitsämtern“ sehr kritisch zu prüfen.