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FEHLERTEUFEL

 

In insgesamt drei Sitzungen erarbeiteten die Verbände gemeinsam mit Vertretern der zuständigen Ministerien, der Krankenkassen sowie des Rechnungshofes eine Lösung für die staatliche Förderung von Gesundheitsfachberufen in freier Trägerschaft.

Das Sozialministerium legte nach der letzten Sitzung der von Sozialminister Lucha einberufenen Expertenkommission einen Vorschlag vor, der von den Verbänden einhellig begrüßt wurde. Der Vorschlag beinhaltet eine Änderung des Privatschulgesetzes zum Schuljahr 2019/2020, in deren Zuge die staatlichen Zuschüsse für die Physiotherapie- und Logopädieschulen den realen Kosten angepasst werden sollen. Ein anzufertigendes Gutachten soll bis Ende 2018 diese Kosten ermitteln. Übergangsweise soll ab Herbst 2018 den Schulen pro Schüler und Jahr 2.000 Euro zusätzlich gezahlt werden, um die durch die Umsetzung des Sonderungsverbots entstandene finanzielle Notlage der Schulen auszugleichen.

„Wir sind erleichtert, dass die Finanzierung der Schulen nun erst einmal gesichert ist“, so Michael N. Preibsch, Vorsitzender des Deutschen Verbands für Physiotherapie. „Die von uns befürchteten Schulschließungen können so verhindert werden. Auch begrüßen wir als Verband, dass die Physioschüler künftig deutlich weniger Schulgeld zahlen müssen.“

Christina Metke, Geschäftsführerin des Privatschulverbandes VDP, ergänzt: "Minister Lucha hat Wort gehalten, dass bis zum Beginn des Schuljahrs 2018/19 eine Lösung gefunden ist. Die vom Sozialministerium einberufene Expertenkommission hat nun Zeit an der neuen gesetzlichen Regelung weiter zu arbeiten." Auch Florian Schneider vom Verband leitender Lehrkräfte zeigt sich erfreut, über die Entwicklungen. Er verbindet mit der Änderung des Privatschulgesetz zudem die Hoffnung auf die Umsetzung einer langjährigen Forderung der Verbände: „Eine nachhaltige und langfristige Lösung wäre dann erreicht, wenn wir 2019 endlich als eigenständiger Schultyp in das Privatschulgesetz aufgenommen werden!"

Trotz der Freude darüber, dass nun doch in relativ kurzer Zeit eine Lösung gefunden wurde, gibt es einen Wermutstropfen: Während für die Physiotherapie- und Logopädieschulen eine langfristige Finanzierungslösung abzusehen ist, blicken die Ergotherapieschulen nach wie vor in eine unsichere Zukunft. „Aufgrund des anderen Status der Ergotherapieschulen, bekommen wir lediglich einen staatlichen Grundzuschuss, der die Kosten der Ausbildung überhaupt nicht abbildet. Dabei nimmt die Ergotherapie eine nicht wegzudenkende Stellung im Therapiebereich ein. Wir hoffen, dass auch hier in nicht allzu ferner Zukunft eine Lösung gefunden wird, die dafür Sorge trägt, auch die Ergotherapieschulen zu erhalten“, so Inga Junge vom Deutschen Verband der Ergotherapieschulen.

Gemeinsame Presseerklärung der Verbände
PHYSIO-DEUTSCHLAND / Landesverband Baden-Württemberg (ZVK),
Privatschulverband Baden-Württemberg (VDP),
Verband Leitender Lehrkräfte an Schulen für Physiotherapie (VLL),
Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE),
Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
Verband Deutscher Ergotherapie Schulen (VDES)