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FEHLERTEUFEL

 

Berichtet hatte der DVE bereits verschiedentlich, das Beihilferecht wurde in den letzten Monaten überarbeitet. Zum 31.07.2018 trat nun die neue Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) in Kraft.

Der DVE hatte an die Bund-/Länder-Arbeitsgruppe, die die neuen Texte erarbeitet hat, eine ausführliche Stellungnahme abgegeben.
Mit der neuen BBhV gelten ab sofort für Bundesbeamte um ca. 20 % gestiegene Höchstbeträge. In einer zweiten Stufe ab 01.01.2019 gibt es eine Erhöhung um weitere 10%.
Außerdem ist auf Hinweis des DVE das Leistungsverzeichnis modernisiert und weiter entwickelt worden. Leistungen, die die Krankenkassen schon lange bezahlen, sind nun endlich auch in der Beihilfe Standard.
Die neue Bundesbeihilfeverordnung ist pdf hier (27 KB) abrufbar.

 

Was müssen die Praxen beachten?

  • Die neuen beihilfefähigen Höchstsätze gelten noch nicht in allen Bundesländern für die jeweiligen Landesbeamten, sondern erst wenn diese von den zuständigen Ministerien umgesetzt werden. Das kann leider zeitlich sehr unterschiedlich gehandhabt werden.
  • Die beihilfefähigen Höchstsätze (egal, ob alte oder neue) sind nicht gleichzusetzen mit den abrechnungsfähigen Honoraren, sondern bilden nur ab, auf welcher Basis die Beihilfe berechnet wird – Beamte erhalten zwischen 50 und 70 % dieser Sätze als Beihilfe, also nie den kompletten Betrag. Die Differenz muss durch den Beamten selbst ausreichend über eine PKV abgesichert oder (vergleichbar dem Eigenanteil in der GKV) selbst getragen werden.
  • Der DVE empfiehlt dringend, bei Privatpatienten nicht zu unterscheiden, ob eine Beihilfeberechtigung vorliegt: Vereinbaren Sie mit allen Privatpatienten das gleiche Honorar, am besten den 1,8- bis 2,3-fachen Satz der GKV (dies entspricht der ständigen Rechtsprechung) – die Erstattung durch Beihilfe und PKV ist Sache der Patienten, die nicht in der Verantwortung der Praxen liegt!
  • Weitere Informationen finden Sie nach dem Einloggen auf der DVE-Homepage unter Downloads "Merkblätter Abrechnung mit Beamten“ bzw. „Abrechnung mit Privatpatienten“.