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FEHLERTEUFEL

 
Der Minister unterstrich in seinem Eingangsstatement die Inhalte seines am 18. September 2018 veröffentlichten Eckpunktepapiers und bekräftigte seine Absicht, mit konkreten Taten die Situation der Heilmittelerbringer verbessern zu wollen. Viele der geplanten Umsetzungsschritte greifen zentrale Forderungen des SHV auf und sollen umgehend auf den gesetzgeberischen Weg gebracht werden. Die Diskussionen auf dem Podium und die Fragen aus dem Plenum zeigten allerdings deutlich, dass es Maßnahmen braucht, die über die bisherigen Vorschläge des Ministers hinausgehen müssen.

Am meisten drückt der Schuh bei der nach wir vor noch nicht angemessenen Vergütung. Die Bundesregierung hat mittlerweile die unzureichende Vergütung als wesentlichen Auslöser des Fachkräftemangels anerkannt. Die durch das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) möglichen deutlichen Vergütungserhöhungen für die Jahre 2017 bis 2019 waren zwar ein erster wichtiger Schritt, aber um die aktuell nach wie vor prekäre finanzielle Situation vieler Therapeuten in Deutschland zu verbessern, braucht es weitere spürbare Erhöhungen.

Die Teilnehmer waren sich einig: Dringenden Handlungsbedarf gibt es außer bei der Vergütung auch bei der Umsetzung der kostenfreien Ausbildung, dem Bürokratieaufwand in den Therapiepraxen und der Weiterentwicklung der Berufe im Ganzen. Die klare und energische Forderung des Ministers ist: die Umsetzung der kostenfreien Ausbildung muss in allen Bundesländern zeitnah erfolgen. Klar positioniert sich der Minister auch zur Novellierung der überalterten Berufsgesetze: dieser Prozess wird der Grundstein für die Modernisierung der Therapieberufe sein. Hier sind die Vorarbeiten im Ministerium und in den Verbänden bereits in vollem Gange.

Viele Veränderungen sind nötig: der 1. Therapiegipfel zeigte, dass diese Veränderungen in den nächsten Wochen und Monaten auch möglich sind. Es geht Minister Spahn um die spürbare Verbesserung der Situation der Therapeuten in Deutschland. Mit dem 1. Therapiegipfel hat der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) deshalb einen basisnahen Dialogprozess innerhalb der Heilmittelbranche gestartet. Dieser wird in den nächsten Wochen und Monaten intensiv fortgeführt. „Der Minister hat dem SHV einen Auftrag erteilt, dies nehmen wir sehr ernst“, betont Ute Repschläger direkt im Anschluss an den 1. Therapiegipfel.

Informationen zum SHV unter https://www.shv-heilmittelverbaende.de/