1. Sie haben einen Fehler auf dieser Seite gefunden? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht mit der Angabe, wo sich der Fehler versteckt hat. Der aktuelle Link dieser Seite wird automatisch mit übertragen.
    2. Name: Ungültige Eingabe
    3. Email: Ungültige Eingabe
    4. Bitte geben Sie Ihre Nachricht ein!
    5. Ungültige Eingabe

FEHLERTEUFEL

 
Wie an anderer Stelle berichtet, hat der Gemeinsame Bundesausschuss bereits Ende 2017 beschlossen, die Heilmittel-Richtlinie samt –katalog zu überarbeiten. Mittlerweile wurde dem DVE über den Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) der Entwurf des G-BA vorgelegt und wir hatten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Die Stellungnahme ist bereits im September erfolgt und am 25. Oktober 2018 fand die Anhörung zu allen Stellungnahmen in den Räumen des G-BA in Berlin statt. Der SHV hat dort stellvertretend für seine Mitgliedsverbände den Fragen der G-BA-Vertreter Rede und Antwort gestanden.

Was wird jetzt neu an der Heilmittel-Richtlinie? So wie er dem DVE vorliegt, kann der Entwurf des G-BA jetzt noch nicht veröffentlicht werden. Aber einige geplante Kriterien seien hier aufgelistet:

  • Eine Verordnung wird es nur noch entweder im oder außerhalb des Regelfalles geben. Die Unterscheidung Erst- und Folgeverordnung entfällt.
  • Die Verordnung wird innerhalb von 28 Tagen begonnen (bisher 14 Tage) aber der Arzt kann einen dringenden Behandlungsbeginn von 10 Tagen kennzeichnen
  • Der verordnende Arzt richtet sich beim behandlungsfreien Intervall (neu: 16 Wochen) nicht mehr nach dem letzten Behandlungstermin, sondern nach dem Ausstellungsdatum der letzten Verordnung
  • Hat der Arzt keine verbindlichen Informationen über voraus gehende Heilmittelbehandlung, kann er von einem neuen Regelfall ausgehen
  • Für die Diagnosegruppen im Heilmittel-Katalog wird klargestellt, dass die dort aufgeführten Beispieldiagnosen nicht abschließend sind
  • Die Doppelbehandlung wird nun als mögliche Maßnahme benannt
  • Die Frequenzangabe kann als Spanne „von – bis“ angegeben werden
  • Die Leitsymptomatik wird als in der Software hinterlegte Buchstaben a, b, c angegeben oder aber kann individuell als Klartext geschrieben werden
  • Ein Wechsel Einzel-Gruppe wird beidseitig mit Arztzustimmung möglich

Der Zeitplan sieht nun vor, dass der G-BA noch bis Ende 2018 die neue Heilmittel-Richtlinie beschließt und in 2019 soll sie in Kraft treten. Die Umsetzung wird aber erwartungsgemäß im Jahresverlauf noch Zeit benötigen, da hierfür wieder eine komplette Anpassung der Verwaltungssoftware in den Arztpraxen erfolgen muss. Die Erfahrung der letzten beiden Jahre mit der Software lässt erahnen, dass dies sicher nicht ohne Probleme ablaufen wird.