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FEHLERTEUFEL

 
Nachdem im November 2018 eine Verhandlungsrunde mit dem vdek kein Ergebnis brachte, und der Termin im Dezember seitens der Ersatzkassen kurzfristig abgesagt wurde, legten die Kassen heute erneut kein Angebot zur Vergütungserhöhung auf den Tisch. Obwohl zahlreiche andere Krankenkassen in den letzten Monaten angemessene Erhöhungen mit dem DVE vereinbart haben, ist der vdek erst dann bereit, seine Preise zu erhöhen, wenn der DVE einen Nachweis für die Notwendigkeit für Preisehöhungen liefert. Wer die fehlenden Therapieplätze für Versicherte in den Praxen samt wachsender Wartelisten, den Fachkräftemangel und die Schließung von Standorten bzw. Verkleinerung der Praxen nicht wahrnimmt, muss die Augen fest verschlossen haben.

Weitere Krankenkassen, die sich vorläufig aus den laufenden Verhandlungen verabschiedet haben, sind die AOK PLUS und die IKK classic. Auch hier sind bis zur Umsetzung des TSVG trotz ausgelaufener Preislisten keine Vergütungserhöhungen zu erwarten. Diese Entwicklung bedauert der DVE sehr. Denn die Mehrheit der Krankenkassen ist sehr wohl in der Lage, auch im Angesicht von voraussichtlich gesetzlich eingeführten Höchstpreisen im Mai 2019, ihrer Verantwortung als Vertragspartner der ergotherapeutischen Praxen nachzukommen und kurzfristig Erhöhungen zu finanzieren. Ein kleiner Teil der Kassen tut dies nicht – auffällig ist, dass dies besonders große Kassen sind. Hier zeigt sich in aller Deutlichkeit, warum per Gesetz in die Selbstverwaltung eingegriffen und die Struktur der Vergütungsverhandlungen verändert werden muss.