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FEHLERTEUFEL

 
Der DVE wird nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass Verordnungen außerhalb des Regelfalls NICHT nach 12 Wochen ungültig werden. Uns erreichen dazu viele Anfragen und einige Rechnungskürzungen. Derzeit macht uns hier die Hanseatische Ersatzkasse HEK Probleme, die wir aber hoffentlich bald im Griff haben werden.

Zum Glück wird das mit der neuen Heilmittel-Richtlinie besser – leider erst ab Oktober 2020. Bis dahin beachten Sie bitte folgende Hinweise (DVE-Mitglieder auch das Merkblatt dazu: https://dve.info/downloads/merkblaetter ), wenn Sie eine Verordnung außerhalb des Regelfalls annehmen:

  • Muss die Verordnung genehmigt werden? Dies betrifft insb. Praxen in Hessen, Nordrhein-Westfalen (AOK RL/HH), Brandenburg & Mecklenburg-Vorpommern (AOK NO) und Sachsen-Anhalt (AOK ST).
  • Stimmt die Verordnungsmenge? Die Ärztin verordnet für einen Bedarf von 12 Wochen – die Menge ist also abhängig von der Frequenz.
    Beispiele: Bei 1x/Woche sind es also 12 Einheiten, bei 3x/Woche sind es 36 – bei 1-2x/Woche können 24 Einheiten verordnet werden.
  • Wird die Therapie unterbrochen, dann kann die Verordnung auch länger als 12 Wochen laufen – so haben wir es z.B. mit den Ersatzkassen ausdrücklich vereinbart.
  • Wird die Frequenz geändert? Dann müssen Sie auch an die Einheiten denken!
    Beispiel: Wenn 24 Einheiten verordnet sind, Sie aber nach Rücksprache mit der Ärztin die Frequenz auf 1x/Woche ändern (Rückseite der Verordnung), dann können Sie nur 12 Einheiten erbringen, und geben die Verordnung in die Abrechnung. Es ist nicht notwendig, dass die Anzahl der Einheiten geändert wird.
  • Nochmal: entscheidend bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls ist nicht die Dauer der Abarbeitung, sondern die Anzahl der Einheiten in Abhängigkeit von der Frequenz!
  • Traurig, aber wahr: wenn Sie zu viele Einheiten erbringen, weil Sie die Frequenz reduziert haben oder die Ärztin zu viele aufgeschrieben hat, bleiben Sie auf den überzähligen Einheiten leider sitzen.
  • Wahr, aber nicht traurig: Eine „12-Wochen-Frist“ berechtigt nicht zu Absetzungen seitens der Krankenkassen, egal welcher. Legen Sie daher Widerspruch ein, und wenden Sie sich nicht nur an die Abrechnungsfirma der Krankenkasse, sondern auch an diese selbst.