• Fehlerteufel

    Sie haben einen Fehler auf dieser Seite gefunden? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht mit der Angabe, wo sich der Fehler versteckt hat. Der aktuelle Link dieser Seite wird automatisch mit übertragen.
    Ungültige Eingabe
    Ungültige Eingabe
    Bitte geben Sie Ihre Nachricht ein!
    Ungültige Eingabe
    Bitte beantworten Sie die Sicherheitsfrage

FEHLERTEUFEL

 
Vor Kurzem erschien die „S3-Leitlinie zur kardiologischen Rehabilitation (LL-KardReha) im deutschsprachigen Raum Europas, Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH), Langversion-Teil 1“.
Die Federführung bei dem Projekt lag bei der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR). Für die Ergotherapie war Martin Stüttgen an der Leitlinie beteiligt.

Die Ergotherapie findet sich in Kapitel 5.6 und gehört zu den konsensbasierten Teilen der LL. Konkret empfiehlt diese,

  • die Indikation für Ergotherapie durch eine zielorientierte neurologische Diagnostik zu prüfen, sofern neurologische Begleiterkrankungen vorliegen, Komplikationen auftreten oder Defizite auffallen (A);
  • die Ergotherapie bei gegebener Indikation zu beginnen, konsequent durchzuführen und ggf. langfristig, also über die Reha-Maßnahme hinaus, fortzuführen (unter fachneurologischer Überwachung) (A);
  • verschiedene Verfahren für die ergotherapeutische Diagnostik (AMPS, KAI-N-Testung, Motricity Index etc.) (A-B);
  • langfristiges ADL-Training für Rehabilitanden mit nachgewiesenen Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens sowie (B)
  • Hirnleistungstraining für Rehabilitanden mit eingeschränkter Hirnleistung (B).

Auch lesenswert: Die Kapitel 3.3 und 3.4, grundlegend, zu den psychosozialen Zielen und Aufgaben und zur sozialen und beruflichen Reintegration; spezifischer dann die Kapitel 5.7 zu den sozialen Interventionen, inkl. der beruflichen, sowie Kapitel 9.2, das die medizinisch-berufliche orientierte Reha (MBOR) für den Bereich der kardiologischen Reha genauer vorstellt.
Die LL gibt insgesamt einen guten Überblick über die zentralen kardiologischen Diagnosen, häufige Begleiterkrankungen und nimmt auch spezielle Patientengruppen in den Blick. Dadurch ist sie nicht nur für Menschen, die in der kardiologischen Reha tätig sind, sondern gerade auch für Kollegen, die nicht so viel mit kardiologischen Patienten zu tun haben, eine gute Quelle, in der man bei Bedarf nachschlagen kann.

Einige Themen, die sich bereits im Inhaltsverzeichnis der LL finden, konnten in diesem ersten Teil der jetzt schon sehr umfangreichen Leitlinie noch nicht abgehandelt werden. Dies soll im Laufe des Jahres in einem zweiten Teil nachgeholt werden.

Interessierte finden die Leitlinie hier: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/133-001.html

Teilen