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FEHLERTEUFEL

 

Bund und Länder werden bei der Umsetzung dieser Einschränkungen sowie der Beurteilung ihrer Wirksamkeit eng zusammenarbeiten. Weitergehende Regelungen aufgrund von regionalen Besonderheiten oder epidemiologischen Lagen in den Ländern oder Landkreisen bleiben möglich. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1 genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.
  5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.
  6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder danken insbesondere den Beschäftigten im Gesundheitssystem, im öffentlichen
Dienst und in den Branchen, die das tägliche Leben aufrechterhalten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Bereitschaft, sich an diese Regeln zu halten, um die Verbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.

Erläuterung des DVE:
Unter Punkt 7 wird klar gestellt, dass medizinisch notwendige Behandlungen weiter möglich bleiben. Heilmittel, also auch die Ergotherapie, sind mit der ärztlichen Verordnung als medizinisch notwendig begründet. Ebenso ist der Weg zur Arbeit und nach Hause zurück weiterhin für alle Bürger erlaubt. Die Hygienevorschriften für die Praxen während der Pandemie werden vom DVE in einer weiteren Meldung am Montag und in einem neuen Informationsblatt auf der Homepage für alle Ergotherapeutinnen beschrieben.Noch zur Klarstellung: die im Beschlusstext erwähnten „Massagepraxen“ sind rein gewerblich (Wellness) und haben nichts mit einer Heilmittelpraxis zu tun!

Jetzt noch ein kleiner Filmtipp in der ZDF-Mediathek. Hier werden die Heilmittel in Minute 25:45 von Michael Zimons, Dezernent für Gesundheit und Soziales im Kreis Aachen, als wichtigen Bestandteil des Gesundheitswesens dargestellt: https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-reportage/die-virus-krise-106.html

 

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