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FEHLERTEUFEL

 
Das Bündnis „Therapieberufe an die Hochschulen“ sieht die Verlängerung bis 2022 als letzten Kompromiss. Die vollständige hochschulische Ausbildung der Therapieberufe muss schnellstmöglich kommen – zum Wohle von Millionen Patientinnen und Patienten!

Hildesheim, 10. Februar 2021: Mit einem kleinen Passus im Gesundheits-weiterentwicklungs-Gesetz (GVWG) sollen die Therapieberufe erneut vertröstet werden – laut Vorstellung der Bundesregierung sogar bis zum Jahr 2026. Diese Verlängerung der Modellphase für Studiengänge in den Therapieberufen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie hält das Bündnis „Therapieberufe an die Hochschulen“ für viel zu lang. Diese Position unterstützt der Gesundheitsausschuss des Bundesrates ausdrücklich. Der Ausschuss fordert eine Begrenzung der Laufzeit der Modellstudiengänge bis Ende 2022. Der Bundesrat berät am kommenden Freitag über diesen für die Therapieberufe zukunftsweisenden Punkt.

Im Jahr 2016 hatte der Gesetzgeber die Entscheidung über die Modellstudiengänge schon einmal um vier Jahre vertagt, obwohl die Evaluation damals bereits die positiven Effekte darstellte. Nun soll das gleiche wieder passieren. „Das ist ein Unding aus Sicht der Therapieberufe“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Borgetto, Sprecher des Bündnisses.

Eine Zukunftsfestigkeit der Therapieberufe zum Vorteil der Patientinnen und Patienten kann nur durch eine Evidenzbasierung der Versorgung erreicht werden. Eine Versorgung aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse wiederum kann nur durch eine vollständig hochschulische Ausbildung der Therapeutinnen und Therapeuten gesichert werden. Das eine bedingt das andere. Die hochschulische Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten qualifiziert aufgrund des hohen praktischen Ausbildungsanteils im Studium zur Behandlung von Patientinnen und Patienten. International ist die wissenschaftliche Qualifikation aller Berufsangehörigen längst Standard, um den immer komplexer werdenden Versorgungsbedarfen zu begegnen.

Aufgrund dieser Ausgangslage, darf die Politik nicht länger die Augen verschließen vor dem Modernisierungsprozess hin zur hochschulischen Ausbildung der Therapieberufe. Das Bündnis „Therapieberufe an die Hochschulen“ ist davon überzeugt, dass die erforderlichen Studienkapazitäten für eine flächendeckend hochschulische Ausbildung in

den Fachrichtungen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie in einem schrittweisen Transformationsprozess innerhalb der nächsten zehn Jahre erreicht werden können und müssen.

Voraussetzung dafür ist der politische Wille auf Bundes- und Landesebene sowie die Einsicht, dass dieser Schritt längst überfällig ist. Das Bündnis wird das Wahljahr 2021 nutzen, um die Politik von der Notwendigkeit und dem möglichen Vorgehen bei der Modernisierung der Therapieberufe zu überzeugen. Lösungswege gibt es, aber Bund und Länder müssen es wollen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten“, untermauert Prof. Dr. Bernhard Borgetto die Position des Bündnisses „Therapieberufe an die Hochschulen“.

Über das Bündnis:

Im „Bündnis Therapieberufe an die Hochschulen“ haben sich die mitgliederstärksten Berufs- und Ausbildungsverbände der Therapieberufe Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie zusammengeschlossen. Gemeinsam repräsentieren die Partner über 130.000 Ausübende und Auszubildende der Gesundheitsfachberufe Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie sowie die führenden Zusammenschlüsse der Hoch- und Berufsfachschulen.

Für Fragen und Interviewwünsche stehen Ihnen die Partner des Bündnisses gerne zur Verfügung. Unter www.buendnis-therapieberufe.de finden Sie relevante Papiere rund um die hochschulische Ausbildung der Therapieberufe.

Ansprechpartner für das Bündnis:
Prof. Dr. habil. Bernhard Borgetto

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