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FEHLERTEUFEL

 
Osteoarthritis (OA) gilt in Europa als die häufigste Gelenkerkrankung. 57 Millionen Menschen sind betroffen. Davon in Deutschland allein 11 Millionen mit einem Anstieg von über 44 Prozent in den vergangenen 20 Jahren. Die Betroffenen haben Bewegungseinbußen, leiden an Schmerzen und sind häufig von der Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft ausgeschlossen.

Zudem verursacht OA, allgemein bekannt als Arthrose, beträchtliche Kosten. Z. B. durch den Anstieg von Gesundheitsleistungen und Frühberentungen. Das Ausmaß der Erkrankung wird jedoch nur wenig beachtet. Trotz der hohen Krankheitslast, klafft eine Lücke zwischen Behandlungsbedarf und Versorgung.

Der unabhängige Bericht der Economist Intelligence Unit (EIU), einem Tochterunternehmen der weltbekannten Zeitschrift The Economist, analysiert die gesundheitsökonomischen Auswirkungen von OA auf westeuropäische Länder wie Deutschland, Frankreich oder Schweden. Der Report basiert auf einer evidenzbasierten Literatursuche und Experteninterviews. Unter anderem wurden Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen oder Professor:innen für Orthopädie und Rheumatologie befragt. Für den DVE waren Frank Zamath und Azize Kasberg dabei.

Schlüsselergebnisse sind:

  • Über die Hälfte der Betroffenen verlieren Lebensqualität, weil sie an moderaten bis starken Schmerzen, insbesondere im Bereich der Knie- und Hüftgelenke, leiden
  • Jährlich liegen die direkten Gesundheitskosten in Verbindung mit OA bei über 7 Milliarden Euro. Indirekte Kosten, z. B. durch Arbeitsausfalltage, werden europaweit auf bis zu 4,6 Milliarden Euro geschätzt
  • Betroffene haben häufig keinen Zugang zu wirksamen nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren. Multidisziplinäre nicht-medikamentöse Verfahren wie Ergotherapie, Physiotherapie oder Psychotherapie kommen im Vergleich viel weniger zum Einsatz (siehe S. 31)
  • Verfügbare Medikamente sind für den Langzeitgebrauch häufig ungeeignet
  • Betroffene warten oft monatelang auf einen Gelenkersatz. Während der Covid-Pandemie hat sich die Situation sogar noch verschlimmert
  • Trotz der nachgewiesenen Krankheitslast, sind die Auswirkungen von OA wenig sichtbar und werden von der europäischen Gesundheitspolitik kaum beachtet
  • Ein Mehr an Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure im fragmentierten Gesundheitssystem könnte die Versorgung bedarfsgerecht verbessern

Hier geht es zum Originalbeitrag (in englischer Sprache) https://osteoarthritisineurope.eiu.com/

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