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FEHLERTEUFEL

 

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 18.03.2021 beschlossen, die Heilmittel-Richtlinie wie folgt zu ändern:

Neue Höchstmenge bei den Diagnosegruppen PS2 und PS3 von 20 Einheiten je Verordnung

Mit dem Aufstocken der Höchstmenge je Verordnung von 10 auf 20 Einheiten für die Diagnosegruppen PS 2 und PS 3 im Bereich der Ergotherapie löst der G-BA ein Problem, das sich nach der Neufassung der Heilmittel-Richtlinie ergeben hatte. Denn Versicherte mit chronischen psychischen Erkrankungen wie Angst-, Zwangs-, Belastungs- oder Persönlichkeitsstörungen haben häufig Schwierigkeiten, sich selbst und ihren Alltag zu organisieren. So können möglicherweise Arztbesuche wegen einer neuen Verordnung zur Weiterführung der Therapie eine große Hürde darstellen. Das betrifft vor allem jene Patientinnen und Patienten, bei denen eine ergotherapeutische Behandlung mehrmals pro Woche zentraler Bestandteil des Therapiekonzepts ist, und die derzeit mehrere Verordnungen pro Quartal brauchen.

Im Langfristigen Heilmittelbedarf sind ab Juli 2021 sieben Diagnosen neu gelistet

  • G61.0 Guillain-Barré-Syndrom (Erkrankung des peripheren Nervensystems) – EN3
  • G91.2- Normaldruckhydrozephalus (Störung der Hirn-, Rückenmark- und Nervenfunktion) – EN1
  • M36.2 blutungsbedingte Gelenkschäden (Arthropathia haemophilica) – SB1
  • Q79.6 Ehlers-Danlos-Syndrom (Erkrankungen des Bindegewebes) – SB1/SB2
  • Q78.0 Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) – SB1
  • Q87.2 angeborene Fehlbildungssyndrome vorwiegend an den Extremitäten – SB1/SB2
  • T20.3, T20.7, T21.3-, T21.7-, T22.3-, T22.7-, T23.3, T23.7, T24.3, T24.7, T25.3, T25.7, T29.3, T29.7 schwere Verbrennungen oder Verätzungen – SB2

Die Diagnoseliste des besonderen Verordnungsbedarf (BVB) wird um das Post-Covid-19-Syndrom erweitert

Grund ist der erwartete hohe Versorgungsbedarf an Heilmitteln im Zusammenhang mit einem Post-/Long-COVID-Syndrom. Hierauf hatte insbesondere auch die Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin hingewiesen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf verständigt, die Indikation „U09.9 Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet“ in die Diagnoseliste der besonderen Verordnungsbedarfe aufzunehmen.

Für die Ergotherapie kann über folgende Diagnosegruppen verordnet werden: SB1, PS2, PS3, je nach Leitsymptomatik. Leider fehlt hier EN1 – evtl. kann über die Verordnung von Doppelbehandlungen zumindest die Therapiedauer verlängert werden.

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