1. Sie haben einen Fehler auf dieser Seite gefunden? Dann schicken Sie uns doch einfach eine Nachricht mit der Angabe, wo sich der Fehler versteckt hat. Der aktuelle Link dieser Seite wird automatisch mit übertragen.
    2. Name: Ungültige Eingabe
    3. Email: Ungültige Eingabe
    4. Bitte geben Sie Ihre Nachricht ein!
    5. Ungültige Eingabe

FEHLERTEUFEL

 

Am 17.12. letzten Jahres hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die genaue Form der Umsetzung des sogenannten Entlassmanagements für den Heilmittelbereich beschlossen. Dieser neue Teil der Heilmittel-Richtlinie wird aber erst nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft gesetzt. Der Spitzenverband der Heilmittelverbände e.V. (SHV) hatte hierzu im Anhörungsverfahren eine Stellungnahme abgegeben. Wie bereits im Zusammenhang mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz berichtet, können jetzt Krankenhäuser und Rehakliniken im direkten Anschluss an den stationären Aufenthalt unter anderem Ergotherapie verordnen. So ist zum Beispiel nach einem Schlaganfall in Zukunft die nahtlose Fortführung der Ergotherapie durch die ambulante Ergotherapie-Praxis möglich.

Konkret bedeutet das, dass der Krankenhausarzt eine Verordnung für Ergotherapie ausstellt, die dann innerhalb von sieben Kalendertagen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus begonnen werden und darüber hinaus innerhalb von zwölf Kalendertagen nach der Entlassung abgeschlossen sein muss. Dieser Zeitraum soll ausreichen, um dem Patienten die Möglichkeit zu geben, seinen niedergelassenen Arzt aufzusuchen, der dann die weitere Verordnung übernehmen muss.

Es wird spannend sein, ob und wie die konkrete Umsetzung gelingen wird. Denn unsere Anmerkungen im Stellungnahmeverfahren, dass die Koppelung der Verordnung an die inhaltlichen Anforderungen der Heilmittel-Richtlinie im Krankenhaus Probleme bereiten wird, hat der G-BA nicht aufgegriffen. Dennoch ist es in jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung: Bisher verging oft eine viel zu lange Zeit bis zur Fortsetzung der Therapie, wenn diese überhaupt entsprechend weiter verordnet wurde. Hier soll zukünftig eine wichtige Versorgungslücke geschlossen werden, wenn tatsächlich die Heilmittel (nahtlos) zum Einsatz kommen, die von den Patienten benötigt werden. Als Ergotherapeuten können wir dadurch unsere Erfahrung und unseren Einfluss besser zur Geltung bringen. (al)