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FEHLERTEUFEL

 

Seit dem 1. Juli 2015 müssen Verordnungen außerhalb des Regelfalls wieder bei der IKK Nord vorgelegt werden. Der DVE hatte hierüber Ende Juni im allgemeinen Newsletter berichtet und die Liste "Genehmigungsverfahren" aktualisiert, er selbst wurde dazu kurzfristig von der IKK Nord informiert. Leider hat die IKK Nord über diese wesentliche Änderung weder die Praxen noch die betroffenen Patienten direkt informiert, so dass es in vielen Praxen erst dann auffiel, als die ersten Absetzungen kamen.

Der DVE hat sich hierzu in mehrfachen Gesprächen, zuletzt im Rahmen der Vergütungsverhandlungen in Schleswig-Holstein, an die IKK gewandt und an einen partnerschaftlichen Umgang appelliert. Es entspricht nicht einem vernünftigen Miteinander, wenn über derart wesentliche Änderungen nicht direkt informiert wird, und wenn bei Versäumnissen der Praxen eine Null-Toleranz-Politik verfolgt wird.

Leider besteht die IKK Nord nach wie vor darauf, dass Verordnungen außerhalb des Regelfalls, die versehentlich nicht genehmigt worden sind, auch nicht bezahlt werden müssen, dies entspräche der Heilmittel-Richtlinie. Hiernach muss die Krankenkasse lediglich die Kassenärztliche Vereinigung informieren - über den Sinn und Unsinn dieser Regelung ließe sich so einiges schreiben. Deutlich fairer wäre es, wenn die IKK Nord zumindest in einer angemessenen Übergangsfrist solche Verordnungen bezahlen würde. So aber sieht partnerschaftliche Zusammenarbeit leider nicht aus und zeigt deutlich, dass es anscheinend nur darum geht, Einsparpotentiale bei den Logopäden und Ergotherapeuten zu suchen - denn nur für diese gilt die Genehmigungspflicht.

Erfahrungen der Heilmittelverbände mit der Novitas BKK, die vor einigen Jahren eine ähnliche Taktik gefahren ist, haben leider gezeigt, dass hier keinerlei Unterstützung von der Aufsichtsbehörde, dem Bundesversicherungsamt, zu erwarten ist. Der DVE kann daher nur raten, dass sich die betroffenen Praxen und auch die Patienten an den Vorstand der IKK Nord wenden. Bitte beachten Sie noch, dass es nicht möglich ist, die Vergütung von den Patienten zu fordern, dies wäre ein Verstoß gegen die Rahmenverträge. (yg/rk) Liste Genehmigungsverfahren (bitte einloggen): www.dve.info/downloads/a-z#genehmigungsverfahren