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FEHLERTEUFEL

 

 

In größerem Umfang fährt die DAK damit fort, aus ihrer Sicht "fehlerhafte" Verordnungen abzusetzen. Dies wurde vom DVE mehrfach mit der DAK besprochen, und auch im Rahmen der Kassenverhandlungen mit den Ersatzkassen (vdek) zum Thema gemacht. Selbst wenn der DVE hier aufs Schärfste protestiert und die DAK nachdrücklich aufgefordert hat, diese Verordnungsprüfungen zu unterlassen, schafft die Ersatzkasse nach wie vor durch unrechtmäßige Absetzungen Fakten.

Hier einige Absetzungsgründe:

  1. Die DAK behauptet, die Verordnung sei nur 12 Wochen gültig, bzw. müsse in 12 Wochen abgearbeitet sein.

  2. Unterbrechungen werden nur bis 4 Wochen akzeptiert - es sei denn, die Praxis holt sich das Einverständnis des Arztes ein. Dieses Vorgehen konnte der DVE aber inzwischen abstellen.

  3. Bei falscher Verordnungsmenge wird die Verordnung komplett abgesetzt (und nicht nur die überzähligen).

  4. Eine Absetzung erfolgt bei der Funktionsanalyse, wenn es sich um keine Erst-Verordnung handelt - aber der Patient z. B. durch Praxenwechsel zum ersten Mal in der Praxis ist.

Aus unserer Sicht gibt es für eine solche Vorgehensweise überhaupt keine Rechtsgrundlage - von daher können diese Rechnungskürzungen nicht akzeptiert werden. DVE-Mitglieder, die von einer solchen Rechnungskürzung betroffen sind, sollten in jedem Fall Widerspruch einlegen und den offenen Rechnungsbetrag anmahnen! Es sind Fälle bekannt, in denen die DAK auf Widerspruchschreiben sehr spät reagiert hat - bleiben Sie mit Ihrer berechtigten Forderung jedoch hartnäckig und senden Sie uns das DAK-Absetzungsschreiben per Fax zur Kenntnis (Patientendaten geschwärzt) zu.

Wir empfehlen allen Praxen, sich NICHT an die von der DAK einseitig ausgelegten Regelungen zu halten. Diese sind definitiv nicht mit dem DVE abgesprochen und auch nicht konform mit dem gültigen Rahmenvertrag. Eine Befolgung würde unsere Position gegenüber der DAK und gerade auch in den laufenden Verhandlungen mit den Ersatzkassen schwächen. Selbstverständlich liegt es in der eigenen unternehmerischen Entscheidung jeder einzelnen Praxisinhaberin, wie sie mit der DAK-Situation umgeht. (yg)